
Ein Mittelgeschoss-Büro erhielt ein perforiertes Atriumband, das Varianten für Tageslicht, Akustik und Tragwerk balancierte. Der Algorithmus bevorzugte geringere Spannweiten und höhere Reflexionsgrade. Ergebnis: 18 Prozent bessere Tageslichtautonomie, 9 Prozent weniger Stahl, angenehmere Arbeitsinseln. Entscheidend war eine spätere, bewusst haptische Materialwahl, die die Rechenvorteile fühlbar machte: helle Holzoberflächen, textiler Schall, begrünte Nischen. Technologie öffnete Möglichkeiten, Entscheidungen formten Atmosphäre.

Studierende bauten einen temporären Pavillon aus Brettsperrholz; Fugen, Krümmungen und Aussteifung folgten generativen Regeln. Eine kleine Änderung im Windlast-Parameter erzeugte andere Rippenrhythmen. Am Ende wurde weniger Material verbraucht, Montagezeiten sanken, und die Struktur hörte sich im Regen anders an, weil Tropfen entlang der Fugen tanzten. So wurde Statik hörbar. Architektur lernte sprechen, ohne Worte, getragen von berechneter Konsequenz und spielerischer Neugier.

An einer lärmgeplagten Kreuzung entstand ein Hof, der Ruhe und Blickbeziehungen vereinte. Generative Studien testeten Loggien, Staffelungen, Durchgänge und Baumpositionen gegen Lärmkarten, Windkomfort und Sichtachsen. Eine geknickte Hofkante senkte Pegel um mehrere dB und öffnete dennoch Fernblicke. Kinderwege wurden schattig, private Terrassen bekamen Morgenlicht. Die Analyse gab Richtung, der Entwurf formte ein Zuhause, das spürbar atmet, schützt und kommuniziert.





